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 (Foto: IHK Trier)
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  • 27.03.2026

    Tourismus in der Region Hunsrück-Nahe

  • Foto: Jan Heidemanns
    International & Wein

    Jan Heidemanns

    Tel.: 0651 9777-230
    heidemanns@trier.ihk.de

Der Tourismus in der Region Hunsrück-Nahe ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Dies zeigt die aktuelle Wertschöpfungsstudie „Wirtschaftsfaktor Tourismus“, die von den Industrie- und Handelskammern Koblenz, Saarland und Trier sowie der Hunsrück-Nahe Tourismus GmbH in Auftrag gegeben und von der dwif-consulting GmbH durchgeführt wurde. Die Ergebnisse wurden im Rahmen des ersten Tourismusforums Hunsrück-Nahe am 25. März 2026 exklusiv vorgestellt.

Mehr als 100 interessierte Vertreterinnen und Vertreter aus Tourismuswirtschaft, Politik, Verwaltung und regionaler Entwicklung sind dazu in Langweiler zusammengekommen. Das Tourismusforum wurde erstmals gemeinschaftlich von den drei beteiligten Industrie- und Handelskammern sowie der Hunsrück-Nahe Tourismus GmbH ausgerichtet.

Bedeutung für die Region und das Bundesland
Die Wertschöpfungsstudie macht die wichtige Bedeutung an gut belegbaren Zahlen fest: Demnach generiert der Tourismus in der Region jährlich 31,4 Mio. Aufenthaltstage und löst einen Bruttoumsatz von rund 1,21 Mrd. Euro aus.

Die Region Hunsrück-Nahe umfasst derzeit 298 gewerbliche Beherbergungsbetriebe mit insgesamt 22.260 Betten und verzeichnet jährlich mehr als zwei Millionen Übernachtungen. Gemessen an diesen Kennzahlen gehört Hunsrück-Nahe bereits zu den fünf größten Tourismusdestinationen des Landes.

„Die neue Destination Hunsrück-Nahe hat Anteile an den Landkreisen Bad Kreuznach, Birkenfeld, Mainz-Bingen, Rhein-Hunsrück, Bernkastel-Wittlich sowie Cochem-Zell und verfügt über ein entsprechendes Budget, so dass ein sehr guter Grundstein für die künftige Tourismusentwicklung in der Gesamtregion gelegt ist“, so Jörg Lenger, IHK-Regionalgeschäftsführer im Landkreis Bad Kreuznach. So zählen vor allem das Gastgewerbe mit errechneten 547,6 Millionen Euro Umsatz, der Einzelhandel mit 360 Millionen Euro sowie Dienstleistungsunternehmen mit 305,7 Millionen Euro dazu. Zu den direkten Ausgaben der Gäste gehören unter anderem Stadtführungen, Gastronomie, Beherbergung, Eintrittsgelder, Thermenbesuche, Einkauf im Lebensmittelhandel oder Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr.

„Nicht zu unterschätzen sind die positiven wirtschaftlichen Effekte, die von Tagesgästen ausgehen: 22,5 Million Tagesreisen, entsprechen 70 Prozent aller Aufenthaltstage und machen 50 Prozent der touristischen Gesamtumsätze aus “, ergänzt Leander Wappler, Leiter Unternehmensförderung Wirtschaftspolitik und Unternehmensförderung der IHK Saarland.

Von der touristischen Nachfrage profitieren zahlreiche Branchen in der Region: Das Gastgewerbe erzielt rund 547,6 Mio. Euro Umsatz, der Einzelhandel etwa 360 Mio. Euro und Dienstleistungsunternehmen generieren rund 305,7 Mio. Euro. Insgesamt ergibt sich daraus eine touristische Wertschöpfung von 591,3 Mio. Euro. Dieser Einkommensbeitrag entspricht rechnerisch dem Einkommen von rund 20.720 Personen, die durch die touristische Nachfrage in der Region ein durchschnittliches jährliches Primäreinkommen von 28.537 Euro beziehen könnten.

„Für den ländlichen Raum sind diese nicht exportierbaren Arbeitsplätze in Gastgewerbe und Tourismus aber auch den Zulieferbetrieben der zweiten Umsatzstufe wie Werbeagenturen, Bäckereien oder Brauereien enorm wichtig. Hier zeigt sich: Tourismus ist ein plus für alle“, erklärt Jan Heidemanns, Geschäftsführer Geschäftsbereich International, Wein und Tourismus der IHK Trier.

Zukunftsthemen der Branche im Blick
Im Mittelpunkt des Tourismusforums standen neben der Vorstellung der Wertschöpfungsstudie zentrale Zukunftsthemen der Branche. Dazu zählte unter anderem der Themenblock „Veränderung als Chance – Für eine erfolgreiche Zukunft des Tourismus“, in dem die Fortschreibung der Tourismusstrategie Rheinland-Pfalz vorgestellt und deren Bedeutung für die regionale Tourismusentwicklung diskutiert wird.
„Der Gedanke des Collective Impact, also eines strukturierten gemeinsamen Handelns verschiedener Akteure, ist entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung der Tourismusstrategie Rheinland-Pfalz“, betont Ute Meinhard vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz.

Ein weiterer Themenschwerpunkt nahm die Chancen und Potentiale einer neuen regionalen Struktur am „Erfolgsmodell Hunsrück-Nahe“ in den Blick. Referiert wurde dieser von Silke Orth von BTE Regionalberatung Mainz, die maßgeblich den Fusionsprozess der Hunsrück-Nahe Tourismus moderiert und begleitet hat.
Anlass für das neue Veranstaltungsformat war eine bedeutende Weiterentwicklung im regionalen Tourismus: Ende Januar sind die ehemaligen touristischen Regionalagenturen Hunsrück Touristik GmbH und Naheland Touristik GmbH zur Hunsrück-Nahe Tourismus GmbH fusioniert. Mit der neuen Organisation werden die touristischen Kompetenzen und Angebote der langjährigen touristischen Partner erstmals unter einem Dach gebündelt und strategisch für die neue touristische Region Hunsrück-Nahe weiterentwickelt. „Unsere vorrangigen Ziele sind es, die Kräfte zu vereinen, Synergien zu nutzen und Hunsrück-Nahe künftig schlagkräftig am touristischen Markt zu positionieren“, betont Katja Hilt, Geschäftsführerin der Hunsrück-Nahe Tourismus GmbH.

Künftig soll das Tourismusforum Hunsrück-Nahe als zentrale Plattform für Austausch, Vernetzung und strategische Diskussionen zur Zukunft des Tourismus in der Region dienen.






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