Im Zeitraum von Januar bis Dezember 2025 exportierte Deutschland insgesamt rund 1,2 Millionen Hektoliter Stillwein im Wert von 377 Millionen Euro. Nach vorläufigen Zahlen des Deutschen Weininstituts entspricht dies einem moderaten Mengenplus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig ging der Exportwert um 1,9 Prozent zurück. Der durchschnittliche Erlös sank auf 314 Euro pro Hektoliter und lag damit um 10 Euro unter dem Vorjahresniveau.
Die wichtigsten Absatzmärkte waren weiterhin die USA, Norwegen, Polen, die Niederlande und Schweden. Zusammen vereinten diese fünf Länder 46 Prozent der exportierten Menge sowie 45 Prozent des Exportwertes. Deutliche Zuwächse konnten insbesondere in Schweden (+32,1 Prozent) und Polen (+14,3 Prozent) erzielt werden. Demgegenüber standen spürbare Rückgänge in den USA (-11,2 Prozent) sowie in den Niederlanden (-24,7 Prozent).
Strukturell dominieren weiterhin Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.), die mit 866.000 Hektolitern rund 72 Prozent der Exportmenge ausmachen. Auf Landwein (g.g.A.) und übrige deutsche Weine entfallen zusammen 28 Prozent beziehungsweise 336.000 Hektoliter.
Neben den Verbandszahlen liefern auch die Auswertungen der Industrie- und Handelskammer Trier auf Basis ausgestellter Ursprungszeugnisse zusätzliche Einblicke in das Exportgeschehen in Drittländer. Leichte Mengenzuwächse stehen teils deutlichen Einbußen in wichtigen Märkten gegenüber.
Für die Unternehmen der Region bleibt die USA trotz rückläufiger Entwicklung der wichtigste Einzelmarkt. Rund 5,3 Millionen Liter – und damit etwa 45 Prozent der deutschen Weinexporte in die USA – werden über Betriebe aus dem Moselraum abgewickelt. Gleichzeitig sorgen bestehende Strafzölle weiterhin für Unsicherheit in der Exportplanung.
Dynamisch entwickelt sich hingegen das Geschäft mit China: Die aus der Region Trier exportierten Mengen stiegen 2025 um 34 Prozent auf 3,2 Millionen Liter. Das sind immerhin rund 65 Prozent der deutschen Weinausfuhren in diesen Markt. Damit gewinnt China für die regionalen Exporteure - und damit auch für die Moselweine - weiter an Bedeutung.
Wein & Tourismus
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