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(Foto: finecki - fotolia.com)
  • 10.05.2019

    Gemeinsames Wirtschaften als Motor der Europäischen Integration

  • Ansprechpartner
    Foto: Jan Heidemanns
    International

    Jan Heidemanns

    Tel.: (06 51) 97 77-2 30
    Fax: (06 51) 97 77-2 05
    heidemanns@trier.ihk.de

„Ob man Optimist oder Pessimist ist, ist unwichtig; wichtig ist, in der Sache entschlossen zu sein!“ In einem Europa, das vor zukunftsweisenden Wahlen steht, ist das Zitat des ehemaligen französischen Außenministers Robert Schuman aktueller denn je. In seiner Rede am 9. Mai 1950 wurde zum ersten Mal die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl erwähnt, auf die die heutige Europäische Union zurückgeht. Die sogenannte Schuman-Erklärung legte somit den Grundstein für die europäische Integration. Deshalb haben die europäischen Institutionen den 9. Mai als „Schuman-Tag“ zum Feiertag gemacht, der auch in diesem Jahr Anlass zum Rück- und Ausblick auf die Entwicklung der Europäischen Union bot.. Die Wichtigkeit der oben zitierten Aussage ist selbsterklärend, denn wo stünde auch die Wirtschaft heute ohne den freien Verkehr von Personen, Dienstleistungen, Gütern und Kapital? Ohne einen gemeinsamen Binnenmarkt? Ohne den Euro? Ohne das Austauschprogramm „Erasmus“ für junge Leute? Und ohne sieben Jahrzehnte Frieden und Stabilität?

Die EU – seit über siebzig Jahren ein Erfolgskonzept
Aus Sicht der europäischen Unternehmen ist der Binnenmarkt einer der größten Erfolge der Union. Er ist ein Hebel für Wachstum und Wohlstand in Europa. Durch ihn ist die EU eine wichtige Wirtschaftskraft im internationalen Handel geworden. Mehr als drei Viertel der Unternehmerinnen und Unternehmer, die im letzten Herbst im Europäischen Parlament in Brüssel unter dem Schirm des europäischen Kammerdachverbandes EUROCHAMBRES versammelt waren, wünschten sich deshalb eine Vertiefung des Binnenmarktes.
Der wirtschaftliche Austausch trägt nicht nur zu Wachstum, sondern auch zum gegenseitigen Verständnis der Kulturen und Völker bei. Seit über siebzig Jahren ist dieses Friedensprojekt erfolgreich. Angesichts der steigenden Gefahr des internationalen Terrorismus und der politischen Umwälzungen ist das alles andere als selbstverständlich, aber auch für die Wirtschaft ist dieser Zusammenhalt eine wichtige Basis.

Europa beziehungsweise die Europäische Union ist keine Selbstverständlichkeit
Unternehmer gehören beim "Projekt Europa" zu den Bauherren. Sie schaffen Arbeitsplätze. Sie sind Motoren der europäischen Wirtschaft. Die EU wurde zusammen mit Unternehmen aufgebaut, auch für die EU-Politik ist daher die Vereinfachung des wirtschaftlichen Austausches ein wichtiges Ziel. Für die weitere europäische Integration müssen in Zukunft die Umsetzung des digitalen Binnenmarktes, die Verwirklichung der Energieunion, die Beseitigung von steuerlichen Hindernissen für Unternehmen sowie die Themen Beschäftigung und Ausbildung daher Priorität haben.

Gipfel kurz vor den Wahlen

Die Staats- und Regierungschefs der EU kamen gestern in Sibiu (Rumänien) auf der informellen Tagung des Europäischen Rates zusammen. Gastgeber des Gipfels war der rumänische Präsident Klaus Iohannis, dessen Land derzeit den Vorsitz im Europäischen Rat führt. IEUROCHAMBRES wird vor Ort durch den tschechischen Kammerpräsidenten Vladimir Dlouhý vertreten, der bei einer parallel stattfindenden Konferenz die Hauptforderungen der europäischen Wirtschaftskammern einbringen wird.

DIHK an Diskussion beteiligt
Der DIHK will sicherstellen, dass die Stimme der Wirtschaft in den Zukunftsszenarien für die EU Berücksichtigung findet. Im Zentrum steht die Frage, welche wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen unterstützen sollten. Europa beweist mit seinen offenen Märkten und dem freien Kapitalverkehr die Vorteile der internationalen Arbeitsteilung. Daher sollte die EU auch künftig mit starken Partnern weltweit für global faire Spielregeln in der Handelspolitik eintreten. Die Unternehmen brauchen Europa – und Europa braucht die Unternehmen. Eine Abkehr von offenen Grenzen für Waren, Kapital, Dienstleistungen und Personen käme die Wirtschaft teuer zu stehen. Deshalb will die IHK-Organisation in Deutschland gemeinsam mit EUROCHAMBRES und den Unternehmen ihren Beitrag für die Zukunft Europas leisten.

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