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(Foto: Calado - Fotolia.com)
  • 04.06.2019

    Rheinland-pfälzische Unternehmen im Auslandsgeschäft weniger zuversichtlich

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Die rheinland-pfälzische Wirtschaft spürt im Auslandsgeschäft Gegenwind. Zwar haben die Exporte vergangenes Jahr einen neuen Rekordwert erreicht, jedoch beurteilen die Unternehmen ihre Geschäftsaussichten auf den Weltmärkten deutlich zurückhaltender. Dies zeigt der Außenwirtschaftsreport Rheinland-Pfalz 2018/2019, den die Arbeitsgemeinschaft der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern heute (4. Juni) veröffentlicht.

„Im vergangenen Jahr waren die rheinland-pfälzischen Unternehmen einmal mehr sehr erfolgreich im Auslandsgeschäft“, kommentiert Volker Scherer, Sprecher International der IHK-Arbeitsgemeinschaft. Die Betriebe exportierten Waren im Wert von 59,9 Milliarden Euro – ein Plus von 9,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2017 und mehr als je zuvor. Der wichtigste Markt bleibt dabei die EU: Sowohl beim Export (38,6 Mrd. Euro) als auch beim Import (31,7 Mrd. Euro) wurde der größte Teil des Handels mit anderen EU-Mitgliedstaaten getrieben. Außerhalb der EU sind nach wie vor die USA und China die wichtigsten Handelspartner.

Jedoch beurteilen die rheinland-pfälzischen Firmen ihre Perspektiven im Auslandsgeschäft insgesamt deutlich weniger optimistisch als in den Vorjahren. Für alle wichtigen Absatzmärkte sind die Geschäftserwartungen spürbar gedämpft. „Die geringere Dynamik der Weltwirtschaft und die internationalen Handelskonflikte, etwa zwischen den USA und China, wirken sich negativ auf die Geschäfte unserer Mitgliedsunternehmen aus“, erklärt Scherer.

Eine besondere Rolle in Europa spielt der Brexit, der bereits im vergangenen Jahr für einen Rückgang der rheinland-pfälzischen Exporte nach Großbritannien um knapp vier Prozent gesorgt hat. Auch außerhalb Europas bremsen Abschottungstendenzen den grenzüberschreitenden wirtschaftlichen Austausch. So beklagt fast jedes zweite deutsche Unternehmen eine spürbare Zunahme von Handelshemmnissen.

Die exportorientierte rheinland-pfälzische Wirtschaft ist auf den Zugang zu ausländischen Märkten angewiesen. Handelsverträge der EU leisten dazu einen wichtigen Beitrag. „Ein gutes Beispiel ist das Freihandelsabkommen, das die EU kürzlich mit Japan abgeschlossen hat – es macht den japanischen Markt auch für rheinland-pfälzische Unternehmen noch attraktiver“, so Scherer.

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