Trotz solider Grundlagen sieht die Wirtschaft den Standort Rheinland-Pfalz in zentralen Bereichen unter Druck: Vor allem bei digitaler Verwaltung, Steuer- und Abgabenlast sowie Verkehrs- und Breitbandinfrastruktur besteht aus Sicht der Unternehmen deutlicher Handlungsbedarf. Das zeigt die aktuelle Standortumfrage der vier Industrie- und Handelskammern in Rheinland-Pfalz (IHKs), die diese zu Beginn des Jahres 2026 im Vorfeld der Landtagswahl erhoben haben. Das Ergebnis: Die Betriebe bewerten den Standort nur noch mit der Note 3,3 – und damit deutlich schlechter als 2021 (2,9). Die Wirtschaft fordert deshalb von der neuen Landesregierung eine 100-Tage-Agenda mit fünf konkreten Sofortmaßnahmen – darunter ein transparenter Landesplan für den Einsatz der Mittel aus dem Sondervermögen, die systematische Beschleunigung des Bürokratieabbaus, Fortschritte bei der digitalen Transformation sowie Maßnahmen zur Stärkung der steuerlichen Wettbewerbsfähigkeit und der Krisenfestigkeit.
„Unsere Standortumfrage zeigt deutlich: Rheinland-Pfalz steht wirtschaftspolitisch vor entscheidenden Weichenstellungen“, betont Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. „Es kommt jetzt darauf an, zentrale Reformen schnell anzustoßen und die Rahmenbedingungen für Investitionen, Innovation und Beschäftigung spürbar zu verbessern. Wenn die neue Landesregierung in den ersten 100 Tagen die richtigen Prioritäten setzt, kann der Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz wieder spürbar an Dynamik gewinnen.“
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Standortpolitik
Dr. Matthias Schmitt
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