Bundesverband der Deutschen Weinkellereien und des Weinfachhandels e.V.




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Dienstag, 10. 03. 2015

Zu starke Einschränkung verhindert Weinabsatz

Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung hat mit seinem Entwurf zur Änderung des Weingesetzes die Umsetzung der von Brüssel vorgegebenen Regeln zum Authorisationssystem für Pflanzrechte vorgelegt. Beinhaltet dieser schon die Reduzierung der Flächenerweiterung von 1 Prozent (Vorgabe Brüssel) auf 0,5 Prozent, so geht es inzwischen um Forderungen nach einer Absenkung auf 0,3 Prozent und mehr. Bekanntlich vertritt der Bundesverband als Vertretung der Weinhandelsseite seit Beginn der Diskussion um die Anpflanzregelungen eine andere Auffassung und lehnt die Absenkung der von der EU vorgesehenen Genehmigung zu Neuanpflanzungen von 1 auf 0,5 Prozent nachdrücklich ab.

Geschäftsführer Peter Rotthaus schätzt die Begründung des Ministeriums zu dieser Einschränkung als oberflächlich und wenig substantiell ein. Bedenkt man, dass bei Neuanpflanzungen in der Regel vier Jahre vergehen, bis ein Ertrag erfolgt, so wird mit der vorgelegten Einschätzung eine Aussage für 2020/2021 getroffen, was der Verband für sehr gewagt und zum anderen für zu sehr einschränkend hält.

Sowohl Erzeugern wie auch Vermarktern will der Verband Wachstumsmöglichkeiten mit deutschem Wein auf allen Märkten offen halten.

Der Verband fordert zudem, eine bundeseinheitliche Festlegung vorzusehen. Eine unter den Anbaugebieten abweichende Regelung würde schon im heimischen Markt zu Verzerrungen führen und auch die Bürokratie insbesondere für gebietsübergreifend agierende Unternehmen deutlich erhöhen. Ebenfalls abgelehnt wird das im Entwurf vorgesehene gestufte Verfahren. Hier werde eine viel zu hohe Bürokratiehürde aufgebaut.

Die für die Vergabe von Neuanpflanzungen geplanten Prioritätskriterien finden ebenfalls keine Zustimmung. Diese haben nach Verbandsansicht in ihrer Mehrheit keinerlei Marktbezug und geben aufstrebenden Betrieben, Kooperationen zwischen Winzern und Vermarktern, neuen Rebsorten o.ä. keine Chance.

„Wir halten den aktuellen Gesamtentwurf für praxis- und marktfern und befürchten,  dass die europäischen Nachbarn und Konkurrenten im Regal diese Aufgabe besser lösen und sich auf dem Markt einen Vorteil verschaffen werden“, so Rotthaus